Hamburger Apothekerschaft begrüßt die mit der Apothekenreform verbundenen Chancen für den Berufsstand
Die Delegiertenversammlung vom 24.06.2026 stellt fest:
Die Anforderungen an Apotheken sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, während die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vieler Betriebe unter erheblichem Druck stehen.
Öffentliche Apotheken sind ein unverzichtbarer Bestandteil der wohnortnahen Gesundheitsversorgung.
Sie gewährleisten die sichere Arzneimittelversorgung, beraten und begleiten Patientinnen und Patienten kompetent und übernehmen zunehmend Aufgaben im Bereich Prävention.
Neue pharmazeutische Dienstleistungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Arzneimitteltherapiesicherheit und zur Verbesserung der Therapietreue. Gleichzeitig ermöglichen Sie es, Präventionsleistungen niedrigschwellig zugänglich zu machen und andere Bereiche des Gesundheitssystems zu entlasten.
Die Versammlung begrüßt insbesondere:
- die Ausweitung pharmazeutischer Dienstleistungen und Impfangebote,
- die Anerkennung der Rolle der Apotheken als niedrigschwellige Gesundheitsdienstleister,
- die Verbesserung der Patientenversorgung durch zusätzliche Beratungs- und Präventionsangebote,
- die Erhöhung des Apothekenfixums als notwendigen Schritt zur wirtschaftlichen Stabilisierung der öffentlichen Apotheken.
Die Versammlung fordert:
- die zügige und verlässliche Umsetzung der Reformmaßnahmen mit angemessener Honorierung,
- eine auskömmliche und dauerhaft dynamisierte Vergütung der Apothekenleistungen ohne Erhöhung des Apothekenabschlags,
- die konsequente Einbindung der Apotheker:innen als starke Partner:innen in die zukünftige Gesundheitsversorgung.
Die Versammlung ist überzeugt, dass die Apothekenreform einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen, patientennahen und zukunftsfesten Gesundheitsversorgung in Deutschland leisten kann.
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